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LED-Fernseher: Das Kino für Zuhause

Mittlerweile haben LCD-Fernseher die alten Röhrengeräte verdrängt. Ob Ihr alter Fernseher seine besten Tage schon hinter sich hat, oder Sie einen neuen haben möchten: in beiden Fällen brauchen Sie einen Fernseher, der Ihre Ansprüche erfüllt und dabei die Geldbörse nicht zu sehr belastet. Für einige mag es nicht einfach sein sich in der Vielzahl an Angeboten und Fachbegriffen zurechtzufinden: Was bedeutet HD Ready, wie unterscheidet es sich von Full HD und brauchen Sie wirklich HDMI? Dieser Ratgeber wird Ihnen die Begriffe um einiges klarer machen!

led-fernseher

Unterschiede zwischen LED- und LCD-Fernseher

Bei LED-Fernsehern kommt das Licht aus Leuchtdioden und bei LCD-Geräten aus Neonröhren, die hinter dem Fernseher angebracht sind. LED Fernseher  sind außerdem wesentlich dünner als solche mit LCD-Technik und haben kleinere Bildschirmränder. Das Licht verteilt sich besser, was zu einer höheren Bildqualität führt.

 Zwei Arten von LED-Technik

1. Edge LED:

Bei dieser Form der Hintergrundbeleuchtung werden die Leuchtdioden an den Rändern des Fernsehbildschirms angebracht, von wo aus sie das Licht über die Oberfläche des Bildschirms projizieren, das dann die einzelnen Pixel beleuchtet.

Beispiele für Edge LED Fernseher: Haier LE32A650CF LED (300 €) oder der Samsung UE32D6200 (600 €).

 

2. Full LED:

Die ist eine weitere Form der Hintergrundbeleuchtung, bei der die Leuchtdioden hinter der Bildschirmoberfläche angebracht sind. Jede Diode lässt sich individuell ausrichten, wodurch ein tieferes Schwarz möglich ist.

Beispiele für LED Fernseher: 47LM760V von LG (1.900 €) oder der Philips 46PFL9706K (1.800 €).

 

Die neue OLED-Technik (englisch: Organic Light-Emitting Diode) ist seit 2013 auf dem Mark. Sie verwendet keine Hintergrundbeleuchtung, erreicht einen besseren Kontrast und ein farblich stimmigeres Bild. Allerdings sind Fernseher mit OLED-Technologie noch verhältnismäßig teuer und die Dioden haben eine kürzere Lebenserwartung. Beispiele für OLED-Fernseher: OLED TV KE559SC von Samsung (8.000 €) und der OLED LG 55EA980V (8.000 €).

Bildschirmauflösung und -größe

Laut Definition entspricht die Auflösung eines Fernsehers der Anzahl an Pixel auf dem Bildschirm. Je mehr Pixel, desto klarer und detaillierter wird das Bild.

Auflösungsstufen:

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Bei der Bildschirmgröße gibt es wesentlich mehr Auswahl. Bildschirme gibt es von 19 bis zu 60 Zoll. Je größer der Bildschirm, desto weiter sollten Sie vom Fernseher entfernt sein. Es gibt eine einfache Rechnung, die Ihnen dabei helfen kann die ideale Distanz zu bestimmen:

1. HD Ready: Nehmen Sie die Bildschirmdiagonale mal zwei.
Beispiel: Bei einer Bildschirmdiagonalen von 107 cm, sollten Sie mindestens ca. 2,2 Meter entfernt sitzen.

2. Full HD
: Nehmen Sie die Bildschirmdiagonale und multiplizieren Sie sie mit 1,5.
Beispiel: Bei einer Diagonalen von 107 cm, sollten Sie mindestens 1,6 Meter entfernt sitzen.

Fazit: Bei gleicher Bildschirmgröße erlaubt ein Fernseher mit FULL HD-Auflösung also eine kürzere Distanz.

 

Wichtig: Wenn die Quelle des Bildes, keine HD-Auflösung unterstützt (zum Beispiel eine Video-Kassette oder eine DVD), ist die Bildqualität schlechter.

Design

Das Design des Fernsehers ist für viele ein wichtiges Kriterium, denn der Fernseher ist ein direkter Blickpunkt Ihres Wohnzimmers. Neuere Modelle haben sich vom etwas grobschlächtigen Look ihrer Vorgänger entfernt und erscheinen in einer Farbpalette von weiß, schwarz, oder grau. Die äußeren Maße eines Fernsehers sollten Sie ebenfalls berücksichtigen, genau wie das Design des Standfußes und der Fernbedienung. Ein Beispiel für einen besonders formschönen Fernseher ist der Philips PDL 8908 (2.000 €).

 

Kontrast

Auch den Kontrast sollten Sie bei Ihrer Kaufentscheidung berücksichtigen. Ein hoher Kontrast macht sich darin bemerkbar, dass die dunklen Farben dunkel und die hellen Farben hell sind. Hersteller von TV-Geräten haben viel in die Forschung investiert, um einen qualitativ hochwertigen Kontrast zu gewährleisten. Wenn der Kontrast stimmt, macht sich das auch beim Gesamtbild bemerkbar, die Farben wirken dadurch heller und nicht so blass. Einige darauf zugeschnittene Modelle legen besonderen Werten auf diesen Aspekt des Bildes, wie zum Beispiel Samsung mit seinem „Mega Kontrast“.

Kontrast lässt sich auf die folgende Art berechnen: Bei einer Formel von x:1, ist der Kontrast umso besser, je größer die Zahl x ist. Ein Fernseher mit einem Kontrast von 900:1 wird also einen schlechteren Kontrast liefern als einer mit 2000:1.

Besonders für Cineasten und Gamer spielt der Kontrast eine Rolle. Gerade sie legen Wert auf ein tiefes Schwarz und hellere Weiß-Töne.

Blickwinkel

Der Blickwinkel auf das Gerät ist ebenfalls wichtig, vor allem wenn Sie in Gesellschaft (Familien- oder Freundeskreis) fernsehen. Je nachdem wo die Leute sitzen, haben Sie unter Umständen ein schlechteres Bild. Je breiter ein Fernseher ist, desto größer ist auch der Winkel, aus dem man ein nicht beeinträchtigtes Bild sehen kann. Der Winkel, in dem man in den Genuss eines optimalen Bildes kommt, beträgt normalerweise 160°, neuere Modelle erlauben allerdings auch einen erweiterten Blickwinkel. Um Probleme zu vermeiden, gilt es jedoch trotzdem, diesen vorher zu überprüfen.

Reaktionszeit

Bei einem Fernseher sind Geräte vorzuziehen, deren Reaktionszeit zwischen 2 und 6 Millisekunden liegt, damit sich kein Nachleuchten bemerkbar macht. Bei Fernsehern, die in dieser Reaktionszeit liegen, wird das Bild flüssiger und schärfer sein. Das ist vor allem wichtig, wenn Sie Action-Filme schauen oder Computerspiele spielen.

Zeilen- oder Horizontalfrequenz

Bei einer Horizontalfrequenz von 100 Hz werden Ihre Augen nicht so schnell ermüden wie bei Röhrenfernsehern, dessen Frequenz zwischen 50 und 60 Hz lag. Außerdem macht sich eine hohe Bildfrequenz in einer besseren Bildqualität bemerkbar, gerade bei schnellen Action-Szenen verschwimmt das Bild nicht, sondern bleibt flüssig. Zwar lassen sich viele Fernseher mit einer Frequenz bis zu 100 Hz finden, wenn Sie allerdings beispielsweise nur vorhaben Nachrichten zu schauen, werden Sie ein Gerät mit derartiger Frequenz kaum brauchen.

Anschlussmöglichkeiten

Die Möglichkeit technische Geräte an den Fernseher anzuschließen ist durchaus vorteilhaft. Hier ist eine Auflistung von Ports, die Geräte besitzen können:

HDMI-Anschlüsse für hochauflösende Geräte wie Blu-Ray-Player oder Verstärker
Scart Anschlüsse für Video-Recorder, DVD-Player oder den Satelliten-Receiver
RVB und RCA-Anschlüsse
VGA und DVI-Anschlüsse für den Computer
USB-Anschluss für Festplatten oder andere externe Geräte

Kontrollieren Sie die Anzahl der Anschlüsse, sodass Sie die Geräte nicht ständig ein- und ausstöpseln müssen.

Multimedia

Es gibt mittlerweile Modelle mit mehreren USB-Ports, sodass Sie beispielsweise Festplatten direkt anschließen, Fotos oder Videos ansehen, oder Musik abspielen können. Vergewissern Sie sich, dass der Fernseher die entsprechenden Formate Ihrer Dateien unterstützt.

Internet und damit verbundene Dienste (Smart TVs)

Wenn Sie ein Internet-Abonnement haben, erhalten Sie Zugang zu einer Reihe von Multi-Media-Diensten. Dadurch können Sie im Internet surfen, sich Filme ausleihen, Fernsehprogramme oder Serien ansehen und eine Reihe von anderen Anwendungen direkt über den Fernseher nutzen. Ein Beispiel für ein solches Smart TV-Gerät ist der LG 47LM960V (2.000 €) oder der Loewe Connect ID 55 DR+ (2.700 €).

3D

Wenn Sie sich für die 3D-Technologie interessieren, sind im Moment zwei verschiedene Arten dieser Technik erhältlich: Das aktive und das passive 3D.

1. Aktive 3D-Technik: Lithium-Batterien sind für die 3D-Brillen notwendig. Außerdem brauchen Sie ein hochwertiges Bild, sonst werden Ihre Augen schnell ermüden. Ein Beispiel für einen Fernseher mit aktiver 3D-Technik ist der KDL 46 EX720 von Sony (2.000 Euro).

2. Passive 3D-Technik: Batterien sind für solche 3D-Brillen nicht nötig. Die 3D-Effekte entsprechen ungefähr denen aktiver 3D-Technologie, allerdings ist die Bildqualität etwas besser und Ihre Augen werden nicht so schnell schmerzen. Ein Beispiel für einen Fernseher mit passiver 3D-Technologie: ist der LG 60LA740S (2.500 €).

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Energie-Sparmaßnahmen

Energiesparende Fernsehmodelle brauchen weniger Strom als herkömmliche Geräte. Beispiele für Fernseher mit solcher Technologie sind der LG 47LA860V (1.300 €) oder der Samsung-UE65f8000 (ca. 2.999 €).

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