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So wählen Sie die richtige Kamera

Das digitale Zeitalter macht moderne und professionelle Fotografie für alle möglich. Hersteller wie Canon, Nikon, Panasonic und viele weitere bieten heutzutage Kameras für Jedermann und verschiedene Einsatzbereiche an. Ob Sie Profi- oder Naturfotograf sind, oder einfach nur Erinnerungsfotos Ihrer Lieben schießen möchten, es gibt ganz bestimmt eine Digitalkamera, die zu Ihren Bedürfnissen passt.

kamera-typen

Technische Aspekte einer Kamera verstehen

1. DIE BILDQUALITÄT

Der Sensor ist der Kamerabestandteil, der zwar das Foto aufnimmt, jedoch wirken sich zwei andere Elemente auf das Gesamtergebnis des Bildes aus: die Auflösung und die Größe.

 

Die Auflösung

Unter der Auflösung versteht man die Pixelanzahl, aus denen sich das Foto zusammensetzt. Eine hohe Auflösung führt demzufolge zu einem schärferen Bild, auf welchem weitaus mehr Details sichtbar sind. Je höher die Auflösung ist, desto teurer ist eine Kamera in der Regel: es gibt Kameras mit 1 bis 24 Megapixel, jedoch reicht eine Auflösung von 8 Megapixeln für einen 27.6cm x 20.7cm großen Ausdruck völlig aus.

 

Die Größe des Sensors

Sie beeinflusst die Bildqualität und bietet die Möglichkeit, auch bei dunklen Lichtverhältnissen Fotos zu schießen.

Sensoren gibt es in verschiedenen Größen:
– Sensoren für Kompakt-und Bridge-Kameras sind klein
– Sensoren für MILCs (Systemkameras) sind mittelgroß
– Sensoren auf SLRs (einäugigen Spiegelreflexkameras) sind die größten

Ein größerer Sensor hat deutlich mehr Pixel, wodurch mehr Licht erfasst werden kann. Aus diesem Grund bringen einäugige Spiegelreflexkameras (englisch: single-lens reflex) eine deutlich bessere Bildqualität als Kompaktkameras, besonders dann, wenn weniger Licht vorhanden ist.

 

2. DIE BELICHTUNGSZEIT

Oft sieht man Fraktionen wie z.B. 1/400 oder 1/800 auf Produktbeschreibungen, welche die Bruchteile einer Sekunde darstellen. Je höher diese Zahl auf der rechten Seite ist, desto leichter ist es, auch schnelle Bewegungen zu erfassen, ohne dass das Foto unscharf wird.

 

3. OBJEKTIV-EIGENSCHAFTEN

Die Brennweite

Die Brennweite gibt den Winkel an, welchen ein Objektiv erfassen kann. Je kürzer die Brennweite, desto größer der Bildwinkel. Demzufolge ist der Bildwinkel geringer bei längerer Brennweite. Die Brennweite wird in Millimetern angegeben und variiert meist zwischen 16 Millimetern (Weitwinkel) und 200 Millimetern (Teleobjektiv).

 

Die Blende

Dies wird dem Wert der Brennweite zugeordnet und bestimmt, wie hell und scharf Ihre Fotos werden. Berechnet wird dieser Wert anhand des Verhältnisses zwischen der Brennweite des Objektivs und dem Durchmesser der Eintrittspupille; die Einheit lautet „f/Zahl“. Die Werte variieren hier zwischen f/1 (große Öffnung) und f/16 (kleine Öffnung).

 

Der Fokus

Der Fokus bestimmt, welcher Teil des Fotos scharf und welcher verschwommen dargestellt wird.

Die unterschiedlichen Kamera-Typen

1. Kompaktkameras : Praktisch, leicht und einfach zu bedienen.

kompaktkamera

Kompaktheit und Benutzerfreundlichkeit macht eine Kompaktkamera zu einem idealen Begleiter für alle, die kein schweres Modell mit unüberschaulich vielen Einstellungen möchten. Kompaktkameras erleichtern Aufnahmen indem sie sich automatisch an verschiedene Bedingungen anpassen. Heutzutage verfügen viele moderne Kompaktkameras über Aufnahme-Supportoptionen, Gesichts- und Lächelerkennung.

Die integrierte Zoomfunktion hat je nach gewählter Kamera unterschiedliche Auswirkungen.
Man sollte den Unterschied zwischen optischem und digitalem Zoom kennen. Die erste Option verändert den Bildausschnitt durch Anpassung der Objektivbrennweite und verspricht somit hervorragende Aufnahmen ohne Verlust an Bildqualität. Die zweite Form des Zooms erhöht lediglich die Pixelanzahl, was zu einer deutlich reduzierten Bildqualität führt.

Achten Sie beim Kauf einer Kamera auf eine ausreichend große Speicherkarte, so dass Sie immer genug Speicherplatz für Fotos haben.

 

Nachteile von Kompaktkameras:

– die Bildqualität ist nicht optimal, weil ihre Sensoren klein sind.
– die Auflösung beträgt selten über 16 Megapixel.
– die Qualität der Linse ist eher mittelmäßig.
– geringe Einstellungsmöglichkeiten.
– Verzögerung zwischen dem Einschalten der Kamera und der Bildaufnahme.

 

Aktuell beliebte Kompaktkameras:

Canon Powershot S110 (243 € – 322,95 €)
Samsung Smart Camera EX2F (279 €)
Sony Cybershot DSC- RX100 II (638,99 € – 649 €)

 

2. Bridgekameras

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Bridgekameras (Brigde = Brücke) sind eine ideale Kombination von Kompakt- und Spiegelreflexkameras. Diese haben den Vorteil eines etwas größeren Sensors als Kompaktkameras und bieten daher eine deutlich bessere Fotoqualität.

Die Linse ist bei diesen Geräten besser integriert und ermöglicht einen stabilisierten und vor allem stärkeren Zoom als bei einer Kompaktkamera (etwa x20). Bridgekameras haben sowohl vordefinierte als auch manuell mögliche Einstellungen, die es einfach machen, individuelle Fotos zu erstellen.

Kurz gesagt sind diese Kameras geeignet für Hobbyfotografen, die mehr Auswahl bezüglicher der Einstellungen zu überschaulichen Preisen haben möchten.

 

Nachteile der Bridgekameras:

– recht groß im Vergleich zu Kompaktkameras
– nur wenige Modelle verfügen über einen optischen Sucher
– die Bildqualität ist nicht immer zwingend besser als die von Kompaktkameras
– das Objektiv kann nicht ausgewechselt werden

 

Aktuell beliebte Bridgekameras:

Optischer Zoom (24,0fach): Panasonic-Lumix-DMC-FZ200 (396 € – 449,99 €)
Optischer Zoom (50,0fach): Canon PowerShot SX50 HS (299,99 € – 477 €)
Optischer Zoom (30,0fach): Sony Cyber-Shot DSC-HX200V (419,99 €)

 

3. Spiegellose Kamera mit Wechselobjektiv (englisch: MILC – Mirrorless Interchangeable Lens Camera)

milc kamera

Ist eine Art von Systemkamera und ein weiterer Kompromiss zwischen einer kompakten und einer Spiegelreflexkamera. Bereits im Jahr 2005 sind Systemkameras auf dem Markt erschienen und eher mit einer Spiegelreflexkamera vergleichbar als eine Bridgekamera. Sie sind kleiner als Spiegelreflexkameras, weil sie nicht über Prismensysteme oder Spiegel verfügen, die für die Aufnahme verwendet werden. Stattdessen erfolgt die Bildaufnahme mit einem elekronischen Sucher oder auf dem Bildschirm.

 

Dringen zu beachten: überprüfen Sie vor dem Kauf den mitgelieferten Umfang an Zubehör! Beinhaltet das Angebot nur das Gehäuse, oder ist es ein Komplettpaket inklusive Objektiv?

 

Vorteile einer Systemkamera:

+ Insgesamt bessere Eigenschaften als eine Bridgekamera
+ Bessere Sensoren
+ Mit Wechselobjektiv
+ Ähnliche Funktionen wie eine Spiegelreflexkamera
+ Nicht so groß wie eine Spiegelreflexkamera
+ Schnell und einfach zu bedienen

 

Nachteile einer Systemkamera:

– Verfügbarer Zoombereich ist meist geringer als bei Bridgekameras
– Preis kann durchaus hoch sein
– Blitz gilt bei einigen Modellen als Extrafunktion und ist nicht im Lieferumfang enthalten

 

Aktuell beliebte Einsteiger Systemkameras:

Sony NEX-3N (339 €)
Samsung NX1000 (217 € – 488,90 €)
Canon EOS M (209,99 € – 399 €)

 

Aktuell beliebte Profi Systemkameras:

Olympus E-M5 OM-D (663 € – 1.099 €)
Samsung NX300 (472 € – 526 €)
Sony NEX-6LB (719 €)

 

4. Einäugige Spiegelreflexkameras: für Profifotografen

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Entworfen für erfahrene Fotografen mit guten Kenntnissen über technische Aspekte einer Kamera. Sowohl für Hobbyfotografen als auch für Profis gibt es verschiedene Produkte im Handel.

Einäugige Spiegelreflexkameras sind sowohl stärker, wenn es um die Verarbeitung eines Bildes geht als auch bei Serienbildaufnahmen, dem Anschalten des Gerätes ebenso wie bei der Darstellung von Farben. Es besteht zudem die Möglichkeit, die Einstellungen ganz auf persönliche Bedürfnisse zuzuschneiden.

Diese Vorteile ermöglichen es Ihnen, einzigartige Motive zu fotografieren und die neuen Möglichkeiten der Fotografie zu entdecken.

Dringen zu beachten: überprüfen Sie vor dem Kauf den mitgelieferten Umfang an Zubehör! Beinhaltet das Angebot nur das Gehäuse, oder ist es ein Komplettpaket inklusive Objektiv?

 

Nachteile einer einäugigen Spiegelreflexkamera :

– Große Gehäuse Zubehörteile
– Bedienung erfordert gute technische Kenntnisse
– Teuer (vor allem für Spitzenmodelle)
– Blitzfunktion ist manchmal ein zusätzliches, nicht im Preis inbegriffenes Extra
– Zoombereich könnte begrenzt sein

 

Aktuell beliebte SLR-Kameras:

Canon EOS 600D (321 € – 438 €)
Nikon D3200 (267 € – 409 €)
Canon EOS 700D (ca. 819 €)

Zusatzoptionen für Kameras

Stabilisierung: Zur Vermeidung von verschwommenen Bildern.

Video: Mit einigen der neuesten Kameramodelle können Videos aufgenommen werden, deren Qualität abhängig ist vom jeweiligen Modell.

Wetterresistenz: Einige Kameras sind sowohl wasserfest als auch resistent gegen Staub.

Konnektivität und GPS: Kameras mit Wi-Fi-Verbindung können Fotos direkt auf den Computer senden. Einige Modelle verfügen zudem über ein GPS-System; dieses hält genau fest, wo Ihre Fotos aufgenommen wurden.

Zubehör: Blitzlicht, Handgriffe und zusätzliche Batterien sind Extras, die Sie in Ihr Budget einplanen sollten.

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